Béla Bartók
Ungarischer Komponist, der Volksmusik mit modernistischen klassischen Formen verband.
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Béla Viktor János Bartók war ein ungarischer Komponist, Pianist und Musikethnologe. Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts und neben Franz Liszt als einer der größten Komponisten Ungarns. Durch seine Sammlung und analytische Untersuchung von Volksmusik wurde er zum Begründer der vergleichenden Musikwissenschaft, die später als Musikethnologie bekannt wurde.
- born
- 25 March 1881
- died
- 26 September 1945
- field
- Composer, pianist, ethnomusicologist
- nationality
- Hungarian
- known_for
- Founding comparative musicology; works including Bluebeard's Castle, The Miraculous Mandarin, Concerto for Orchestra, and six string quartets
Lore & Background
Bartók wurde in Nagyszentmiklós, Königreich Ungarn (heute Sânnicolau Mare, Rumänien), geboren. Er zeigte früh musikalisches Talent, komponierte und spielte bereits mit vier Jahren mehrere Klavierstücke und gab mit elf sein erstes öffentliches Konzert. Er studierte an der Königlichen Musikakademie in Budapest, wo er Zoltán Kodály traf, einen lebenslangen Kollegen. Im Jahr 1904 weckte das Hören einer Kinderfrau, die Volkslieder sang, seine lebenslange Hingabe zur Volksmusik. 1907 begann er, Klavier an der Liszt-Akademie zu unterrichten.
Bartók sammelte ausgiebig Volksmusik im Karpatenbecken, in Moldawien, der Walachei und Algerien, wobei er zur Genauigkeit einen Phonographen verwendete. Er und Kodály entdeckten, dass alte ungarische Volksmelodien auf pentatonischen Tonleitern basierten, die asiatischen Traditionen ähneln. Seine Kompositionen verbanden Volksmusik, Klassizismus und Modernismus. Zu den bemerkenswerten Werken gehören die Oper Herzog Blaubarts Burg, die Ballette Der holzgeschnitzte Prinz und Der wunderbare Mandarin sowie sechs Streichquartette. Er konvertierte 1916 zum Unitarismus; früher im Leben wurde er katholisch erzogen und wurde ein nicht praktizierender Christ, aber es gibt keine zuverlässigen Beweise dafür, dass er Atheist war.
Reader's Guide
Bartóks Bedeutung liegt in seiner Doppelrolle als bahnbrechender Musikethnologe und modernistischer Komponist. Er befähigte nachfolgende Generationen, Volksmusik aus jeder Kultur in ihre Werke einzubeziehen. Sein Stil schuf eine Mischung aus Tonalität, unorthodoxen Tonleitern und atonalen Abschweifungen und bot eine Alternative zu Schönbergs Ansatz. Seine Sammlung und Analyse von Volksmusik etablierte die vergleichende Musikwissenschaft als Disziplin. Seine Werke, wie das Konzert für Orchester und die Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta, bleiben zentral im Repertoire des 20. Jahrhunderts. Bartócs Vermächtnis lebt durch seinen Einfluss auf Komponisten und seine Bewahrung bäuerlicher Musiktraditionen fort.
Did You Know?
- Bartók konnte Tanzrhythmen auf dem Klavier unterscheiden, bevor er in vollständigen Sätzen sprechen konnte.
- Er sammelte Volksmusik mit einem Phonographen, den er wegen seiner Genauigkeit und Objektivität schätzte.
- Seine einzige Oper, Herzog Blaubarts Burg, wurde zunächst von der Ungarischen Kommission für Schöne Künste als ungeeignet für die Bühne abgelehnt.
- Bartók besaß eine große Insektensammlung, eines seiner Hauptinteressen außerhalb der Musik.
Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)
„In der Kunst gibt es nur schnelle oder langsame Entwicklungen. Im Wesentlichen geht es um Evolution, nicht um Revolution.“ – Béla Bartók „Wettbewerbe sind für Pferde, nicht für Künstler.“ – Béla Bartók „Zitiert in Piano Competitions: Talent Hunt or Sport? von Carl Battaglia in The Saturday Review (1962).“ – Béla Bartók
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