Sergei Bodrov Jr.
Russischer Schauspieler und Drehbuchautor, starb bei einem Felssturz.
Sergei Sergejewitsch Bodrow (27. Dezember 1971 – 20. September 2002), auch bekannt als Sergei Bodrow Jr., war ein russischer Schauspieler und Drehbuchautor. Bekanntheit erlangte er durch Hauptrollen in Filmen wie „Bruder“, „Gefangener der Berge“, „Ost/West“ und „Bruder 2“. Er starb beim Kolka-Karmadon-Felssturz während der Dreharbeiten zu seinem Film „Der Bote“.
- born
- December 27, 1971, Moscow
- died
- September 20, 2002, Kolka–Karmadon rock ice slide
- field
- Actor, screenwriter, television host
- nationality
- Russian
- known_for
- Lead roles in Brother, Prisoner of the Mountains, East/West, Brother 2
Lore & Background
Sergei Bodrow wurde in Moskau als Sohn des Filmregisseurs Sergei Bodrow und der Kunstexpertin Walentina Nikolajewna geboren. Sein Vater hatte gemischte russische, tatarische und burjatische Vorfahren; seine Mutter hatte belarussische Wurzeln. Er besuchte die französischsprachige Schule Nr. 1265 und studierte später Kunstgeschichte an der Lomonossow-Universität Moskau, die er 1993 mit Auszeichnung abschloss. 1998 legte er seine Diplomarbeit zum Thema „Architektur in der venezianischen Renaissancemalerei“ vor. Als Student studierte er Kunst in Italien und arbeitete als Rettungsschwimmer.
Bodrows erste Schauspielrolle war in „Freiheit ist das Paradies“ (1989), das von seinem Vater inszeniert wurde. Bekanntheit erlangte er durch die Rolle des Wehrpflichtigen Wanja Schilin in „Gefangener der Berge“ (1995), für die er beim Kinotavr-Filmfestival einen gemeinsamen Preis als bester Schauspieler erhielt. Von 1996 bis 1999 moderierte er die Sendung „Vzglyad“. Seine Hauptrolle als Danila Bagrow in „Bruder“ (1997) machte ihn trotz Medienkritik zum Schwarm der Jugend. Später spielte er in „Bruder 2“ (2000) und schrieb und inszenierte „Schwestern“ (2001). Außerdem moderierte er die Spielshow „Last Hero“.
Reader's Guide
Sergei Bodrow Jr. ist als kulturelle Figur im postsowjetischen Russland bedeutend, insbesondere durch seine Rolle als Danila Bagrow in den „Bruder“-Filmen, die trotz Kontroversen bei jüngeren Zuschauern Anklang fand. Seine Arbeit als Schauspieler, Drehbuchautor und Fernsehmoderator zeigte eine Vielseitigkeit, die über das Kino hinausging. Sein Tod während der Dreharbeiten zu „Der Bote“ im Alter von 30 Jahren beendete eine vielversprechende Karriere. Zu seinem Vermächtnis gehören eine Gedenktafel an seiner ehemaligen Schule und die anhaltende Anerkennung seiner Filme als kulturell bedeutsam. Bodrows eigene Ansicht, dass „die Kindheit die wichtigste und erstaunlichste Zeit im Leben ist“, und sein akademischer Hintergrund in Kunstgeschichte prägten seinen Erzählstil. Sein Film „Schwestern“ gewann auf einem Festival in Sotschi den Grand Prix für das beste Debüt.
Did You Know?
- Bodrow wollte als Kind Müllmann werden und ein orangefarbenes Auto fahren.
- Er schrieb einen Aufsatz mit dem Titel „Acht Ereignisse, die mich beeinflusst haben, oder wie ich zu einem guten Menschen heranwuchs“.
- 1991 studierte er Kunst in Italien und arbeitete als Rettungsschwimmer, um seine Reisen zu finanzieren.
- 1998 verteidigte er seine Diplomarbeit zum Thema „Architektur in der venezianischen Renaissancemalerei“.
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