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Spencer Tracy

US-amerikanischer Schauspieler, bekannt für natürlichen Stil und zwei aufeinanderfolgende Oscars.

Spencer Bonaventure Tracy (5. April 1900 – 10. Juni 1967) war ein US-amerikanischer Schauspieler, bekannt für seinen natürlichen Darstellungsstil und seine Vielseitigkeit. Er war einer der großen Stars des Goldenen Zeitalters Hollywoods und der erste Schauspieler, der zwei aufeinanderfolgende Oscars als Bester Hauptdarsteller gewann, bei neun Nominierungen. Während seiner Karriere wirkte er in 75 Filmen mit und entwickelte sich unter seinen Kollegen zu einem der größten Schauspieler der Leinwand. Im Jahr 1999 stufte das American Film Institute Tracy als den neuntgrößten männlichen Star des klassischen Hollywoodkinos ein.

born
April 5, 1900
died
June 10, 1967
field
Acting
nationality
American
known_for
Natural performing style, first actor to win two consecutive Academy Awards for Best Actor

Lore & Background

Tracy entdeckte sein schauspielerisches Talent erstmals während seines Studiums am Ripon College und erhielt später ein Stipendium für die American Academy of Dramatic Arts. Er verbrachte sieben Jahre im Theater, arbeitete in Wanderbühnen und zeitweise am Broadway. Seinen Durchbruch erlebte er 1930, als seine Hauptrolle in „The Last Mile“ die Aufmerksamkeit Hollywoods erregte. Nach einem erfolgreichen Filmdebüt in John Fords „Up the River“ (an der Seite von Humphrey Bogart) wurde er von der Fox Film Corporation unter Vertrag genommen. Seine fünf Jahre bei Fox brachten ihm zwar Anerkennung für seine schauspielerische Leistung, aber wenig kommerziellen Erfolg, und nach 25 Filmen blieb er weitgehend unbekannt.

1935 wechselte Tracy zu Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), dem renommiertesten Studio Hollywoods. Seine Karriere florierte nach seinem fünften MGM-Film „Fury“ (1936), und 1937 und 1938 gewann er aufeinanderfolgende Oscars für „Captains Courageous“ und „Boys Town“. Er drehte mit Clark Gable drei große Kassenschlager und war Anfang der 1940er Jahre einer der Topstars von MGM. 1942 spielte er mit Katharine Hepburn in „Die Frau, von der man spricht“, dem Beginn einer beruflichen und privaten Partnerschaft, die über 25 Jahre hinweg neun Filme hervorbrachte. 1955 gewann Tracy den Darstellerpreis der Internationalen Filmfestspiele von Cannes für „Stadt in Angst“.

Tracy verließ MGM 1955 und arbeitete trotz gesundheitlicher Probleme und zunehmender Erschöpfung als freier Star weiter. Sein Privatleben war von schwerem Alkoholismus und Schuldgefühlen wegen der Taubheit seines Sohnes gezeichnet. Er und seine Frau Louise entfremdeten sich in den 1930er Jahren, ließen sich jedoch nie scheiden. Seine 25-jährige Beziehung zu Katharine Hepburn war ein offenes Geheimnis. Gegen Ende seines Lebens arbeitete Tracy fast ausschließlich für Regisseur Stanley Kramer. Seinen letzten Film drehte er mit Kramer, „Rat mal, wer zum Essen kommt“ (1967); die Dreharbeiten wurden nur 17 Tage vor seinem Tod abgeschlossen.

Reader's Guide

Spencer Tracys Bedeutung liegt in seinem naturalistischen Schauspielstil, der einen Maßstab für Realismus im Goldenen Zeitalter Hollywoods setzte. Er war der erste Schauspieler, der aufeinanderfolgende Oscars als Bester Hauptdarsteller gewann, ein Beleg für sein Können und seine Bandbreite. Seine Karriere umfasste 75 Filme, von frühen Theaterarbeiten bis zu ikonischen Rollen bei MGM, wo er zu einem der Topstars des Studios wurde. Tracys Partnerschaft mit Katharine Hepburn brachte über 25 Jahre hinweg neun Filme hervor, eine bemerkenswerte berufliche und private Zusammenarbeit. Trotz persönlicher Kämpfe mit Alkoholismus und einem schwierigen Familienleben bewahrte sich Tracy bei seinen Kollegen den Ruf als einer der größten Schauspieler der Leinwand. Sein Vermächtnis lebt durch seine Filmografie und seine Einstufung durch das American Film Institute als neuntgrößter männlicher Star des klassischen Hollywoodkinos fort.

Did You Know?

Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„Lerne deine Texte und stoße nicht gegen die Möbel.“ – Spencer Tracy „Govindini Murty, ‚Hey, Conservatives: It's Safe to Go to the Movies Again‘, The Atlantic, (12. Okt. 2011).“ – Spencer Tracy

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