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Akira Kurosawa

Japanischer Filmemacher, der über sechs Jahrzehnte hinweg 30 Filme inszenierte.

Akira Kurosawa

Wikipedia / Wikimedia Commons

Akira Kurosawa war ein japanischer Filmemacher, der über sechs Jahrzehnte hinweg 30 Spielfilme inszenierte. Sein kühner und dynamischer Stil, stark von der westlichen Kinematografie beeinflusst und dennoch eigenständig, machte ihn zu einem der größten und einflussreichsten Filmemacher der Filmgeschichte. Er galt als ein Regisseur, der in alle Aspekte der Produktion involviert war – als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Cutter.

born
March 23, 1910
died
September 6, 1998
field
Filmmaker
nationality
Japanese
known_for
Directing 30 feature films; Rashomon (1950) winning the Golden Lion at Venice; opening Western markets to Japanese cinema

Lore & Background

Kurosawa wurde am 23. März 1910 in Ōi Town, Ebara County (heute Higashi-Ōi im Bezirk Shinagawa von Tokio) geboren. Nach einer kurzen Tätigkeit als Maler trat er 1936 in die japanische Filmindustrie ein. Nach Jahren als Regieassistent und Drehbuchautor gab er während des Zweiten Weltkriegs mit dem populären Actionfilm Sanshiro Sugata (1943) sein Regiedebüt. Nach dem Krieg festigte er seinen Ruf mit Drunken Angel (1948), in dem er den damals unbekannten Toshiro Mifune besetzte, mit dem er in 15 weiteren Filmen zusammenarbeitete.

Rashomon (1950) wurde in Tokio uraufgeführt und überraschend mit dem Goldenen Löwen bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1951 ausgezeichnet, wodurch westliche Filmmärkte für japanische Filme geöffnet wurden. Kurosawa inszenierte in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren etwa einen Film pro Jahr, darunter Ikiru (1952), Seven Samurai (1954), Throne of Blood (1957), The Hidden Fortress (1958), Yojimbo (1961), High and Low (1963) und Red Beard (1965). Nach den 1960er-Jahren wurde er weniger produktiv, obwohl spätere Werke wie Kagemusha (1980) und Ran (1985) weiterhin von der Kritik gefeiert wurden.

Reader's Guide

Akira Kurosawas Bedeutung liegt in seiner Rolle als Brücke zwischen japanischem und westlichem Kino. Sein Film Rashomon (1950) gewann den Goldenen Löwen bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1951, ein überraschender Erfolg, der westliche Filmmärkte erstmals für japanische Filme öffnete und zu internationaler Anerkennung für andere japanische Filmemacher führte. Seine Karriere, die sich über sechs Jahrzehnte und 30 Spielfilme erstreckte, war geprägt von einem praxisnahen Ansatz als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Cutter. 1990 nahm er den Ehrenoscar entgegen. Posthum wurde er von AsianWeek und CNN zum ‚Asiaten des Jahrhunderts‘ in der Kategorie ‚Kunst, Literatur und Kultur‘ ernannt, als einer von fünf Menschen, die am meisten zur Verbesserung Asiens im 20. Jahrhundert beigetragen haben. Sein Vermächtnis wird durch Retrospektiven, kritische Studien und Biografien in Print und Video geehrt.

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