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Gilbert N. Lewis

Amerikanischer Chemiker, der die kovalente Bindung entdeckte und den Begriff „Photon“ prägte.

Gilbert N. Lewis

Wikipedia / Wikimedia Commons

Gilbert Newton Lewis war ein amerikanischer Physikochemiker und Dekan der Fakultät für Chemie an der University of California, Berkeley. Bekannt wurde er vor allem durch die Entdeckung der kovalenten Bindung, sein Konzept der Elektronenpaare und die Lewis-Formeln, die die modernen Theorien der chemischen Bindung prägten. Er trug auch zur chemischen Thermodynamik, Photochemie und Isotopentrennung bei und prägte 1926 den Begriff „Photon“.

born
October 23 or October 25, 1875
died
March 23, 1946
field
Physical chemistry
nationality
American
known_for
Covalent bond, Lewis dot structures, electron pair concept, photon term, acid-base theory

Lore & Background

Lewis wurde 1875 in Weymouth, Massachusetts, geboren und war intellektuell frühreif; er las bereits im Alter von drei Jahren. 1899 promovierte er an der Harvard University, studierte in Deutschland bei Walther Nernst und Wilhelm Ostwald und lehrte später in Harvard und am MIT, bevor er 1912 nach Berkeley wechselte. Dort wurde er Dekan der Fakultät für Chemie und reformierte die chemische Thermodynamik, indem er sie mathematisch streng und zugänglich machte. 1916 schlug er seine Bindungstheorie vor und ergänzte das Periodensystem um Elektroneninformationen. Er reinigte außerdem eine Probe schweren Wassers und entwickelte seine Theorie der Säuren und Basen.

Reader's Guide

Die Bedeutung von Gilbert N. Lewis liegt in seinen grundlegenden Beiträgen zur chemischen Bindung und Thermodynamik. Sein Konzept der kovalenten Bindung und der Elektronenpaare sowie die Lewis-Formeln sind nach wie vor zentral für die chemische Ausbildung und Theorie. Er trieb auch die Thermodynamik voran, indem er freie Energiewerte maß und strenge mathematische Methoden einführte. Obwohl Lewis 41 Mal nominiert wurde, gewann er nie den Nobelpreis, was eine große Kontroverse darstellt. Allerdings betreute er in Berkeley zahlreiche Nobelpreisträger, darunter Harold Urey, William F. Giauque, Glenn T. Seaborg, Willard Libby und Melvin Calvin, und machte Berkeley zu einem weltweit führenden Chemiezentrum. Sein Tod in seinem Labor, möglicherweise durch Suizid, folgte auf ein Mittagessen mit seinem Rivalen Irving Langmuir. Die Lewis Hall auf dem Berkeley-Campus ist nach ihm benannt.

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