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Alberto Giacometti

Schweizer Bildhauer, bekannt für langgestreckte Figuren und existenzialistische Themen.

Alberto Giacometti

Wikipedia / Wikimedia Commons

Alberto Giacometti (10. Oktober 1901 – 11. Januar 1966) war ein Schweizer Bildhauer, Maler, Zeichner und Grafiker und gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Sein Werk wurde vom Kubismus und Surrealismus beeinflusst, und philosophische Fragen zur menschlichen Existenz sowie existenzialistische und phänomenologische Debatten spielten eine wesentliche Rolle in seiner Arbeit.

born
10 October 1901, Borgonovo, Switzerland
died
11 January 1966
field
Sculpture, painting, drawing, printmaking
nationality
Swiss
known_for
Tall, slender bronze human figures; surrealist and existential themes

Lore & Background

Giacometti wurde in Borgonovo, Schweiz, als zweites von vier Kindern von Giovanni Giacometti, einem postimpressionistischen Maler, geboren. Schon früh interessierte er sich für Kunst und besuchte die École Supérieure des Beaux-Arts in Genf. 1922 zog er nach Paris, um bei Antoine Bourdelle zu studieren, und 1926 ließ er sich in einem Atelier in der Rue Hippolyte-Maindron 46 in Montparnasse nieder, wo er für den Rest seines Lebens lebte und arbeitete. Dort experimentierte er mit Kubismus und Surrealismus und galt als führender surrealistischer Bildhauer. Um 1935 gab er die surrealistischen Einflüsse auf, um sich figurativen Kompositionen zuzuwenden. Zwischen 1938 und 1944 hatten seine Skulpturen eine maximale Höhe von sieben Zentimetern; ihre geringe Größe spiegelte die Distanz zwischen Künstler und Modell wider. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf er seine berühmtesten Skulpturen: extrem große und schlanke Figurinen. Er heiratete Annette Arm, eine Sekretärin des Roten Kreuzes, am 19. Juli 1949; sie wurde sein wichtigstes weibliches Modell. 1962 gewann er den großen Preis für Bildhauerei auf der Biennale von Venedig, was ihm weltweite Berühmtheit einbrachte. Er starb am 11. Januar 1966.

Reader's Guide

Giacomettis Bedeutung liegt in seinem einzigartigen bildhauerischen Ansatz, der menschliche Figuren auf dünne, langgestreckte Formen reduziert, die von der umgebenden Leere durchdrungen zu sein scheinen. Seine Technik umfasste stark bearbeitete, erodierte Oberflächen, wie in Werken wie „Drei Männer gehen (II)“ zu sehen. Er wich selten von drei Themen ab: dem gehenden Mann, der stehenden nackten Frau und der Büste. Sein Werk entzieht sich einer einfachen Kategorisierung – es wurde als formalistisch, expressionistisch oder mit „Empfindungsblöcken“ befasst beschrieben. Der Philosoph William Barrett verband Giacomettis Figuren mit dem Thema der Nichtigkeit in der modernen Kunst. Giacometti verfasste auch Texte für Zeitschriften und Ausstellungskataloge, und seine Druckgrafiken, obwohl oft übersehen, wurden in kleinen Auflagen produziert. Seine späteren Jahre waren von großen Ausstellungen in ganz Europa und einer Ausstellung 1965 im Museum of Modern Art in New York geprägt. Sein letztes Werk war das Buch „Paris sans fin“, eine Folge von 150 Lithografien. Eine Ausstellung 2011–2012 in der Pinacothèque de Paris hob seine Inspiration durch die etruskische Kunst hervor.

Did You Know?

Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„Alberto Giacometti (10. Oktober 1901 – 11. Januar 1966) war ein Schweizer Bildhauer, Maler, Zeichner und Grafiker.“ — Alberto Giacometti „Figuren waren für mich nie eine kompakte Masse, sondern wie eine transparente Konstruktion.“ — Alberto Giacometti „Es gab ein drittes Element in der Wirklichkeit, das mich betraf: die Bewegung.“ — Alberto Giacometti „Das ist das Schreckliche: Je mehr man an einem Bild arbeitet, desto unmöglicher wird es, es zu vollenden.“ — Alberto Giacometti

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