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Andrew Mellon

Bankier, Finanzminister und Industrieller, der die Steuerpolitik der 1920er Jahre prägte.

Andrew William Mellon (24. März 1855 – 26. August 1937), auch bekannt als A. W. Mellon, war ein US-amerikanischer Bankier, Geschäftsmann, Industrieller, Philanthrop, Kunstsammler und Politiker. Als Sohn des Mellon-Familienpatriarchen Thomas Mellon baute er ein riesiges Geschäftsimperium auf, bevor er in die Politik ging. Vom 9. März 1921 bis zum 12. Februar 1932 war er Finanzminister der Vereinigten Staaten und prägte die Boomjahre der 1920er Jahre sowie den Börsencrash von 1929. Als konservativer Republikaner befürwortete Mellon Maßnahmen, die die Steuern und die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten nach dem Ersten Weltkrieg senkten.

born
March 24, 1855
died
August 26, 1937
field
Banking, business, politics
nationality
American
known_for
U.S. Secretary of the Treasury, Mellon plan tax cuts, industrial empire, founding National Gallery of Art

Lore & Background

Andrew Mellon begann in den frühen 1870er Jahren in der Pittsburgher Bank seines Vaters, T. Mellon & Sons, zu arbeiten und wurde schließlich zur führenden Figur. Er benannte sie in Mellon National Bank um und gründete 1889 die Union Trust Company. Bis 1913 hielt die Mellon National Bank mehr Einlagen als jede andere Bank in Pittsburgh. Zu seinen Geschäftsinteressen gehörten Alcoa, Gulf Oil, Westinghouse Electric, Koppers und viele andere. Er half auch bei der Finanzierung und Verwaltung des Kennywood Park in West Mifflin, Pennsylvania.

1921 wählte Präsident Warren G. Mellon zum Finanzminister. Er diente unter Harding, Calvin Coolidge und Herbert Hoover. Mellon versuchte, die Steuersätze für Spitzenverdiener zu senken, um mehr Einnahmen zu erzielen – ein Plan, der mit dem Revenue Act von 1926 vollständig verwirklicht wurde. Er überwachte eine Reduzierung der Staatsverschuldung. Sein Einfluss erreichte seinen Höhepunkt während Coolidges Präsidentschaft; der Journalist William Allen White bemerkte, dass Mellon das Weiße Haus so vollständig dominierte, dass die Regierung als „die Herrschaft von Coolidge und Mellon“ bezeichnet werden könnte.

Nach dem Börsencrash von 1929 und dem Beginn der Weltwirtschaftskrise brach Mellons Ruf zusammen. Er lehnte direkte staatliche Eingriffe ab. Nachdem der Kongress ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet hatte, versetzte Präsident Hoover Mellon auf den Posten des Botschafters im Vereinigten Königreich. Mellon kehrte nach Hoovers Niederlage von 1932 ins Privatleben zurück. 1933 begann eine Steuerbetrugsuntersuchung, die damit endete, dass Mellons Nachlass erhebliche Summen zahlte. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1937 half er bei der Gründung der National Gallery of Art.

Reader's Guide

Andrew Mellons Bedeutung liegt in seiner Doppelrolle als dominanter Industriefinanzier und als US-Finanzminister während einer transformativen Periode. Seine Geschäftskarriere baute ein riesiges Imperium auf, das Aluminium, Öl, Stahl und Bankwesen umfasste, beispielhaft vertreten durch Alcoa und Gulf Oil. Als Finanzminister von 1921 bis 1932 setzte er den „Mellon-Plan“ um, senkte die Spitzensteuersätze und reduzierte die Staatsverschuldung, obwohl seine Politik nach Beginn der Weltwirtschaftskrise kritisiert wurde. Sein Vermächtnis umfasst bedeutende philanthropische Beiträge: Er half bei der Gründung der National Gallery of Art, und seine Bemühungen kamen später der Carnegie Mellon University und der National Portrait Gallery zugute. Seine späteren Jahre wurden jedoch durch eine Steuerbetrugsuntersuchung und einen Vergleich getrübt. Mellons Karriere veranschaulicht die engen Verbindungen zwischen privatem Reichtum und öffentlicher Politik im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts.

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