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Roland

Fränkischer Befehlshaber, dessen Tod epische Rittergeschichten inspirierte.

Roland war ein fränkischer Heerführer unter Karl dem Großen, der zu einem epischen Helden und einer der Hauptfiguren des als „Materie von Frankreich“ bekannten literarischen Zyklus wurde. Der historische Roland war Militärgouverneur der Bretonischen Mark, verantwortlich für die Verteidigung der fränkischen Grenze gegen die Bretonen, und seine einzige historische Erwähnung findet sich in Einhards Vita Karoli Magni, die festhält, dass er Teil der fränkischen Nachhut war, die von den Basken in Iberien in der Schlacht am Roncesvaux-Pass getötet wurde.

born
Unknown
died
15 August 778
field
Military leader, epic hero
nationality
Frankish
known_for
Death at the Battle of Roncevaux Pass; central figure in the Matter of France; associated with sword Durendal, horse Veillantif, and oliphant horn

Lore & Background

Die einzige historische Erwähnung Rolands findet sich in Einhards Vita Karoli Magni, wo er Hruodlandus Brittannici limitis praefectus genannt wird, was darauf hindeutet, dass er der Bretonischen Mark vorstand. Einhard berichtet, dass Roland 778 zusammen mit Eggihard und Anselm in einem Gefecht mit Basken am Roncesvaux-Pass starb. Roland war offenbar der erste offizielle Beauftragte, der die fränkische Politik in bretonischen Angelegenheiten leitete; sein Nachfolger war Guy von Nantes. Der Legende nach wurde Roland in der Basilika von Blaye bei Bordeaux beigesetzt.

Roland wurde zu einer populären und ikonischen Figur des mittelalterlichen Europas. Das altfranzösische Rolandslied aus dem 11. Jahrhundert romantisiert seinen Tod, stattet ihn mit dem Olifant-Horn und dem unzerbrechlichen Schwert Durendal aus. Spätere mittelalterliche Texte, darunter die Pseudo-Turpin-Chronik, das franko-venezianische L'Entrée d'Espagne und das italienische La Spagna, schmückten seine Geschichte weiter aus. In Italien erscheint er als Orlando in der Göttlichen Komödie und in Renaissance-Epen von Pulci, Boiardo und Ariosto.

Reader's Guide

Rolands Bedeutung liegt in seiner Verwandlung von einem historischen fränkischen Befehlshaber zu einem legendären epischen Helden. Sein Tod am Roncesvaux-Pass, kurz von Einhard erwähnt, wurde zur Grundlage der Materie von Frankreich, einem Zyklus von Ritterromanzen, der die mittelalterliche europäische Literatur prägte. Das Rolandslied etablierte ihn als Vorbild des christlichen Rittertums, und spätere italienische Renaissance-Werke – Orlando Innamorato, Orlando Furioso und Morgante – lösten seine Geschichte weiter von der Historie und machten ihn zu einer zentralen Figur der europäischen literarischen Tradition. Rolands Vermächtnis reicht über die Literatur hinaus: In Deutschland wurden Rolandstatuen zu Symbolen der städtischen Unabhängigkeit, wobei der Bremer Roland seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. In den Pyrenäen spiegeln Ortsnamen wie die Rolandsscharte und Legenden eines Riesen namens Errolan in der baskischen Kultur seine anhaltende folkloristische Präsenz wider. Sein Name taucht auch in modernen Medien auf, darunter Videospiele wie Fate/Grand Order und Library of Ruina, sowie im Spitznamen von Marschall Jean Lannes. Rolands Geschichte hat Komponisten von Lully bis Händel inspiriert und seinen Status als dauerhaftes kulturelles Symbol gefestigt.

Did You Know?

Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„Sprichwörtlich, bedeutet, so Ray, ‚eine Gegenleistung, um mit jemandem gleichzuziehen.‘“ — Roland „Allein, als ob er bis zum Ende ausharrte, / Eine tapfere Rüstung aus vernarbten Hoffnungen, abgetragen, / Stand er dort mitten auf der Straße / Wie Rolands Geist, der ein stilles Horn bläst.“ — Roland „Edwin Arlington Robinson, ‚Mr. Floods Party‘“ — Roland

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