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Edmund Husserl

Österreichisch-deutscher Philosoph, der die Schule der Phänomenologie begründete.

Edmund Husserl

Wikipedia / Wikimedia Commons

Edmund Gustav Albrecht Husserl war ein österreichischer und deutscher Philosoph und Mathematiker, der die Schule der Phänomenologie begründete. Seine Arbeit enthielt Kritiken des Historismus und Psychologismus in der Logik, die auf Analysen der Intentionalität basierten, und später versuchte er, durch die phänomenologische Reduktion eine systematische grundlegende Wissenschaft zu entwickeln, wobei er die Phänomenologie als transzendental-idealistische Philosophie neu definierte.

born
8 April 1859, Proßnitz, Margraviate of Moravia, Austrian Empire
died
27 April 1938, Freiburg, Germany
field
Philosophy, mathematics
nationality
Austrian and German
known_for
Founding phenomenology, transcendental idealism, phenomenological reduction

Lore & Background

Husserl wurde 1859 in eine jüdische Familie in Proßnitz geboren. Er studierte Mathematik bei Karl Weierstrass und Leo Königsberger sowie Philosophie bei Franz Brentano und Carl Stumpf. Nach seiner Promotion in Mathematik im Jahr 1883 habilitierte er sich 1887 bei Stumpf mit einer Arbeit, die später die Grundlage für sein erstes Hauptwerk, Philosophie der Arithmetik, bildete. 1886 wurde er in der lutherischen Kirche getauft.

Er lehrte ab 1887 als Privatdozent in Halle, dann ab 1901 als Professor in Göttingen und ab 1916 in Freiburg bis zu seiner Emeritierung 1928. Sein Hauptwerk Logische Untersuchungen (1900–1901) widerlegte den Psychologismus, und seine Ideen (1913) entwickelten seine transzendentale Interpretation der Phänomenologie. 1933 wurde ihm aufgrund der nationalsozialistischen Rassengesetze die Nutzung der Universitätsbibliothek Freiburg wegen seiner jüdischen Herkunft verboten, und er trat später aus der Deutschen Akademie aus. Er starb 1938 in Freiburg.

Reader's Guide

Husserls Denken beeinflusste die Philosophie des 20. Jahrhunderts maßgeblich, und er bleibt eine bedeutende Figur in der zeitgenössischen Philosophie und darüber hinaus. Indem er die Phänomenologie als strenge Wissenschaft des Bewusstseins etablierte, verlagerte er den philosophischen Fokus auf die Strukturen der Erfahrung und Intentionalität. Seine Kritiken des Psychologismus und Historismus in der Logik setzten neue Maßstäbe für die philosophische Methode, während sein späterer transzendentaler Idealismus argumentierte, dass das Bewusstsein die Grenzen allen möglichen Wissens setzt. Sein Werk prägte direkt Denker wie Martin Heidegger, Edith Stein und Jean-Paul Sartre, und seine Ideen beeinflussen weiterhin Debatten in der Philosophie des Geistes, der Kognitionswissenschaft und dem Existentialismus. Trotz politischer Verfolgung in seinen letzten Jahren lebt Husserls Vermächtnis durch seine umfangreichen Schriften und die von ihm begründete phänomenologische Bewegung fort.

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Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

"Edmund Husserl (8. April 1859 – 26. April 1938) war ein Philosoph aus Mähren, damals Teil des Kaisertums Österreich, bekannt als Vater der Phänomenologie." — Edmund Husserl "... bloße Erfahrung ist keine Wissenschaft." — Edmund Husserl "Erstens: Jeder, der ernsthaft Philosoph werden will, muss 'einmal im Leben' in sich selbst zurückkehren und versuchen, in sich selbst alle Wissenschaften, die er bis dahin angenommen hat, umzustürzen und neu aufzubauen." — Edmund Husserl "Husserl hat gezeigt, dass die Vorurteile des Menschen viel tiefer gehen als sein Intellekt oder seine Emotionen. Das Bewusstsein selbst ist 'voreingenommen' – das heißt, intentional." — Edmund Husserl

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