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Aurangzeb

Sechster Mogulkaiser, der das Reich auf seine größte Ausdehnung erweiterte.

Aurangzeb

Wikipedia / Wikimedia Commons

Aurangzeb, geboren als Muhi al-Din Muhammad am 3. November 1618, war der sechste Mogulkaiser, der von 1658 bis zu seinem Tod 1707 regierte. Unter seiner Herrschaft erreichte das Mogulreich seine größte territoriale Ausdehnung und erstreckte sich über fast den gesamten indischen Subkontinent. Er ist eine umstrittene Persönlichkeit, bekannt für seine militärische Expansion, seine konservative islamische Politik und die Wiedereinführung der Dschizya-Steuer für Nichtmuslime.

born
3 November 1618, Dahod
died
3 March 1707
field
Emperor, military commander
nationality
Mughal (Timurid dynasty)
known_for
Expanding the Mughal Empire to its greatest extent; imposing Fatawa-i Alamgiri; reimposing jizya; ordering demolition of non-Muslim temples and schools

Lore & Background

Aurangzeb war das sechste Kind von Shah Jahan und Mumtaz Mahal. Als Prinz diente er als Vizekönig des Dekkan (1636–1644) und Gouverneur von Gujarat (1645–1647) und verwaltete gemeinsam Multan und Sindh. Im September 1657 ernannte Shah Jahan seinen ältesten Sohn Dara Shikoh zum Nachfolger, was Aurangzeb zurückwies und sich im Februar 1658 selbst zum Kaiser ausrief. Er besiegte Shikoh in der Schlacht von Dharmat im April 1658 und entscheidend in der Schlacht von Samugarh im Mai 1658. Nachdem Shah Jahan sich im Juli 1658 von einer Krankheit erholt hatte, erklärte Aurangzeb ihn für regierungsunfähig, sperrte ihn in der Festung Agra ein und ließ Dara Shikoh durch Enthauptung hinrichten.

Reader's Guide

Aurangzebs Herrschaft ist geprägt von rascher militärischer Expansion, wobei das Mogulreich das Qing-China als größte Volkswirtschaft und führende Produktionsmacht der Welt überholte. Er setzte erfolgreich die Fatawa-i Alamgiri als wichtigstes Regelwerk durch und verbot im Islam religiös verbotene Aktivitäten. Sein Vermächtnis ist jedoch zwiespältig: Er wird dafür kritisiert, den Abriss nichtmuslimischer Schulen und Tempel angeordnet und die Dschizya-Steuer wieder eingeführt zu haben, die 100 Jahre zuvor von seinem Urgroßvater Akbar ausgesetzt worden war. Einige argumentieren, er habe den Pluralismus und die Toleranz früherer Mogulkaiser aufgegeben. Trotz der Unterdrückung lokaler Aufstände pflegte er freundschaftliche Beziehungen zu ausländischen Regierungen.

Did You Know?

Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„Ein Kaiser sollte die Mitte zwischen Milde und Strenge halten.“ – Aurangzeb „In der Region Hindustan ist dieser Brocken Brot [d. h. das Mogulreich] ein großzügiges Geschenk Ihrer Majestäten Timur und Akbar.“ – Aurangzeb „Fasst Mut, meine Freunde! Es gibt einen Gott! Es gibt einen Gott!“ – Aurangzeb „Der Abriss eines Tempels ist jederzeit möglich, da er nicht von seinem Platz weggehen kann.“ – Aurangzeb

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