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Mary Magdalene

Anhängerin Jesu, Zeugin der Kreuzigung und Auferstehung.

Mary Magdalene

Wikipedia / Wikimedia Commons

Maria Magdalena (manchmal auch Maria von Magdala, einfach die Magdalenerin oder die Madeleine genannt) war eine Frau, die laut den vier kanonischen Evangelien Jesus als eine seiner Anhängerinnen begleitete und Zeugin seiner Kreuzigung und Auferstehung war. Sie wird von säkularen und religiösen Gelehrten als historische Figur anerkannt, obwohl nur begrenzte Informationen über ihr Leben erhalten sind.

field
Follower of Jesus
known_for
Witness to crucifixion and resurrection; prominent female disciple
nationality
Jewish (from Magdala, a village on the western shore of the Sea of Galilee)

Lore & Background

Der Beiname Maria Magdalenas bedeutet wahrscheinlich, dass sie aus Magdala stammte, einem Fischerdorf am See Genezareth. Das Lukasevangelium berichtet, dass Jesus sieben Dämonen von ihr austrieb, was auf schwere emotionale oder psychische Traumata hindeuten könnte. Sie wird unter den Frauen aufgeführt, die den Dienst Jesu finanziell unterstützten, was darauf hindeutet, dass sie relativ wohlhabend war. In den Listen der weiblichen Anhängerinnen erscheint sie stets an erster Stelle, was darauf hindeutet, dass sie als die bedeutendste unter ihnen angesehen wurde.

Alle vier kanonischen Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena bei der Kreuzigung Jesu anwesend war und aus der Ferne zusah. Sie wird im Markus-, Matthäus- und Johannesevangelium als Zeugin genannt. Laut Markus, Matthäus und Lukas war sie auch Zeugin der Grablegung Jesu durch Josef von Arimathäa. Ihre Anwesenheit bei diesen Ereignissen wird von vielen Gelehrten als historisch wahrscheinlich angesehen, da die frühen Christen wohl kaum Frauen als Hauptzeugen erfunden hätten.

Die früheste Beschreibung der Erscheinungen Jesu nach der Auferstehung ist ein vorpaulinisches Glaubensbekenntnis, das von Paulus in 1. Korinther 15 überliefert wird, obwohl der Artikel die Rolle Maria Magdalenas in diesem Bekenntnis nicht näher ausführt. Der längere Schluss des Markusevangeliums erwähnt sie im Zusammenhang mit der Auferstehung.

Reader's Guide

Die Bedeutung Maria Magdalenas ergibt sich aus ihrer Rolle als wichtige Anhängerin Jesu und Zeugin seiner Kreuzigung und Auferstehung. Sie wird von säkularen und religiösen Gelehrten als historische Figur anerkannt. In der patristischen Ära entwickelte sich ihr Bild von einer nebensächlichen Evangeliumsfigur hin zu einer Vermischung mit anderen biblischen Frauen. Im westlichen Christentum wurde sie, vor allem aufgrund der Predigt von Papst Gregor I. aus dem Jahr 591, als reuige Prostituierte angesehen, obwohl es für diese Darstellung keine biblische Grundlage gibt. Gnostische Schriften stellen sie als eine herausragende, geistig einsichtsvolle Figur dar, die von Jesus bevorzugt wurde. Die orthodoxe Kirche des Ostens hat sie stets als tugendhafte Myrrhenträgerin und ‚Apostelin der Apostel‘ betrachtet, unterschieden von anderen biblischen Frauen. Die katholische Kirche vermischte sie historisch mit der reuigen Sünderin aus Lukas 7, betonte später jedoch ihre Rolle als erste Zeugin der Auferstehung und ehrte sie als ‚Apostelin der Apostel‘. Zahlreiche angebliche Reliquien Maria Magdalenas werden an katholischen Stätten in Frankreich und auf dem Berg Athos aufbewahrt.

Did You Know?

Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„Diese Maria wird manchmal als ‚Maria von Bethanien‘ bezeichnet. Es ist umstritten, ob es sich bei dieser ‚Maria‘ um dieselbe Person wie Maria Magdalena handelt. Die Frau wird im Text einfach als ‚Maria‘ bezeichnet.“ — Maria Magdalena „Diese Maria wird manchmal als ‚Maria von Bethanien‘ bezeichnet. Es ist umstritten, ob es sich bei dieser ‚Maria‘ um dieselbe Person wie Maria Magdalena handelt. Die Frau wird im Text einfach als ‚Maria‘ bezeichnet.“ — Maria Magdalena „Da nahm Maria ein Pfund kostbares Salböl aus echter Narde, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Salböls erfüllt.“ — Maria Magdalena „Maria Magdalena ist ein Vorbild für viele christliche Feministinnen.“ — Maria Magdalena

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