John, King of England
König von England, der die Magna Carta besiegelte und das Angevinische Reich verlor.
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Johann war von 1199 bis zu seinem Tod im Jahr 1216 König von England. Er verlor das Herzogtum Normandie und den Großteil seiner übrigen französischen Ländereien an König Philipp II. von Frankreich, was zum Zusammenbruch des Angevinischen Reiches führte. Die Adelsrevolte am Ende seiner Herrschaft führte zur Besiegelung der Magna Carta, eines Dokuments, das als grundlegender Meilenstein der englischen und später britischen Verfassungsgeschichte gilt.
- born
- Christmastide 1166/7 (precise date debated)
- died
- 19 October 1216
- field
- Monarchy
- nationality
- English
- known_for
- Loss of the Angevin Empire; sealing of Magna Carta; conflict with Pope Innocent III
Lore & Background
Johanns Versuch, Philipp 1214 zu besiegen, scheiterte aufgrund des französischen Sieges über Johanns Verbündete in der Schlacht von Bouvines. Als er nach England zurückkehrte, sah sich Johann einer Rebellion vieler seiner Barone gegenüber, die mit seiner Finanzpolitik und seiner Behandlung mächtiger englischer Adliger unzufrieden waren. Johann und die Barone einigten sich 1215 auf die Magna Carta als Friedensvertrag. Allerdings hielt sich keine Seite an die Bedingungen. Kurz darauf brach ein Bürgerkrieg aus, bei dem die Barone von Philipps Sohn Ludwig unterstützt wurden, und entwickelte sich bald zu einem Patt. Mitten im Bürgerkrieg starb Johann Ende 1216 in Ostengland an der Ruhr; Anhänger seines Sohnes Heinrich III. errangen im folgenden Jahr einen Sieg über Ludwig und die rebellischen Barone.
Reader's Guide
Johanns Herrschaft ist vor allem für die Besiegelung der Magna Carta im Jahr 1215 bedeutsam, eines Dokuments, das später zu einem grundlegenden Meilenstein der englischen und britischen Verfassungsgeschichte wurde. Sein Verlust des Herzogtums Normandie und der meisten anderen französischen Ländereien an Philipp II. von Frankreich beendete das Angevinische Reich und trug zum Aufstieg der französischen Kapetinger-Macht bei. Seine Justizreformen hatten nachhaltige Auswirkungen auf das englische Common-Law-System. Zeitgenössische Chronisten standen Johanns Leistung als König meist kritisch gegenüber, und seine Herrschaft war Gegenstand bedeutender Debatten und periodischer Revisionen durch Historiker. Moderne Historiker sind sich einig, dass er viele Fehler hatte, darunter Kleinlichkeit, Rachsucht und Grausamkeit, betrachten ihn aber auch als einen fleißigen Verwalter, einen fähigen Mann und einen fähigen Feldherrn. Seine negativen Eigenschaften lieferten in der viktorianischen Zeit reichlich Stoff für Schriftsteller, und er bleibt eine wiederkehrende Figur in der westlichen Populärkultur, vor allem als Bösewicht in der Robin-Hood-Folklore.
Did You Know?
- Johann trug den Spitznamen ‚Ohneland‘, weil er als jüngerer Sohn nicht damit rechnete, bedeutende Ländereien zu erben.
- Er war etwa 1,65 m groß und hatte dunkelrotes Haar.
- Er las gern und baute eine Reisebibliothek mit Büchern auf, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war.
- Er starb Ende 1216 mitten in einem Bürgerkrieg in Ostengland an der Ruhr.
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