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Marcus Aurelius

Römischer Kaiser und stoischer Philosoph, letzter der Fünf Guten Kaiser.

Marcus Aurelius

Wikipedia / Wikimedia Commons

Marcus Aurelius Antoninus (26. April 121 – 17. März 180) war von 161 bis 180 römischer Kaiser und stoischer Philosoph. Er gehörte der nervisch-antoninischen Dynastie an, war der letzte der später als die Fünf Guten Kaiser bekannten Herrscher und der letzte Kaiser der Pax Romana, einer Zeit relativen Friedens, der Ruhe und Stabilität für das Römische Reich, die von 27 v. Chr. bis 180 n. Chr. dauerte.

born
26 April 121
died
17 March 180
field
Emperor, Stoic philosopher
nationality
Roman
known_for
Last of the Five Good Emperors, author of Meditations, military campaigns against Germanic tribes

Lore & Background

Marcus Aurelius war der Sohn des Prätors Marcus Annius Verus und der Domitia Calvilla. Er war drei Jahre alt, als sein Vater starb, und wurde von seiner Mutter und seinem Großvater väterlicherseits aufgezogen. Nachdem Hadrians Adoptivsohn Aelius Caesar im Jahr 138 gestorben war, adoptierte Hadrian Marcus' Onkel Antoninus Pius als seinen neuen Erben, und Antoninus wiederum adoptierte Marcus und Lucius, den Sohn des Aelius. Marcus studierte Griechisch und Latein bei Lehrern wie Herodes Atticus und Marcus Cornelius Fronto und heiratete 145 Antoninus' Tochter Faustina.

Nachdem Antoninus 161 gestorben war, bestieg Marcus gemeinsam mit seinem Adoptivbruder Lucius Aurelius Verus den Thron. Seine Regierungszeit war von zahlreichen militärischen Konflikten geprägt, darunter der Partherkrieg des Lucius Verus und die Markomannenkriege gegen die Markomannen, Quaden und Jazygen. Er reduzierte den Silbergehalt des Denars. Die Antoninische Pest brach 165 oder 166 aus, dezimierte die Bevölkerung und forderte fünf bis zehn Millionen Todesopfer. Lucius Verus starb möglicherweise 169 an der Pest. Marcus starb 180 und wurde von seinem Sohn Commodus abgelöst.

Reader's Guide

Marcus Aurelius ist als letzter Kaiser der Pax Romana und als stoischer Philosoph von Bedeutung, dessen Werk ‚Selbstbetrachtungen‘ eine wichtige Quelle für das Verständnis der antiken stoischen Philosophie darstellt. Seine Regierungszeit war durch militärischen Druck von germanischen Völkern und die verheerende Antoninische Pest geprägt. Die Säule und das Reiterstandbild des Marcus Aurelius stehen noch heute in Rom, errichtet zur Feier seiner militärischen Siege. Seine Schriften wurden von Schriftstellern, Philosophen, Monarchen und Politikern noch Jahrhunderte nach seinem Tod gelobt. Die Nachfolge seines Sohnes Commodus ist unter Historikern umstritten. Die wichtigsten Quellen für sein Leben sind lückenhaft und oft unzuverlässig; die Historia-Augusta-Biografien gelten für seine Regierungszeit als genauer, während seine eigenen ‚Selbstbetrachtungen‘ einen Einblick in sein Innenleben gewähren, aber nur wenige konkrete Bezüge zu weltlichen Angelegenheiten enthalten.

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Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

"(Volltext)Es gibt viele verschiedene Übersetzungen dieser Zitate, oft mit unterschiedlichen Nuancen der Interpretation und manchmal unterschiedlichen Anordnungen." — Marcus Aurelius „Er war ein Mann, der darauf achtete, was getan werden sollte, nicht auf den Ruhm, den man durch seine Taten erlangt.“ — Marcus Aurelius „Ἕωθεν προλέγειν ἑαυτῷ: συντεύξομαι περιέργῳ, ἀχαρίστῳ, ὑβριστῇ, δολερῷ, βασκάνῳ, ἀκοινωνήτῳ: πάντα ταῦτα συμβέβηκεν ἐκείνοις παρὰ τὴν ἄγνοιαν τῶν ἀγαθῶν καὶ κακῶν.“ — Marcus Aurelius „Sag dir am frühen Morgen: Ich werde heute auf neugierige, undankbare, gewalttätige, hinterhältige, neidische, lieblose Menschen treffen. All dies widerfährt ihnen aus Unkenntnis des wahren Guten und Bösen.“ — Marcus Aurelius

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