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Hergé

Belgischer Comiczeichner, der Die Abenteuer von Tim und Struppi schuf.

Georges Prosper Remi (22. Mai 1907 – 3. März 1983), bekannt unter dem Pseudonym Hergé, war ein belgischer Comiczeichner. Berühmt wurde er durch Die Abenteuer von Tim und Struppi, eine Serie von Comic-Alben, die als eine der beliebtesten europäischen Comics des 20. Jahrhunderts gilt. Er schuf auch Quick und Flupke sowie Die Abenteuer von Jo, Jette und Jocko. Seine Werke zeichneten sich durch seinen unverwechselbaren Ligne-claire-Stil aus.

born
22 May 1907
died
3 March 1983
field
Comic strip artist
nationality
Belgian
known_for
Creating The Adventures of Tintin

Lore & Background

Hergé wurde in eine kleinbürgerliche Familie in Etterbeek, Brüssel, geboren. Er begann seine Karriere mit Illustrationen für Pfadfinderzeitschriften und entwickelte 1926 seine erste Comicserie, Die Abenteuer von Totor, für Le Boy-Scout Belge. Während seiner Arbeit für die konservative katholische Zeitung Le Vingtième Siècle schuf er 1929 auf Anraten ihres Herausgebers Norbert Wallez Die Abenteuer von Tim und Struppi. Die frühen Bände – Tim im Lande der Sowjets, Tim im Kongo und Tim in Amerika – waren als konservative Propaganda für Kinder konzipiert. Beeinflusst von seinem Freund Zhang Chongren legte Hergé ab 1934 weitaus mehr Wert auf Hintergrundrecherche, was ab Der Blaue Lotos zu einer gesteigerten Realitätsnähe führte. Nach der deutschen Besetzung Belgiens 1940 wurde Le Vingtième Siècle eingestellt, doch Hergé setzte seine Serie in Le Soir fort, einer von der NS-Verwaltung kontrollierten Zeitung.

Reader's Guide

Nach der alliierten Befreiung Belgiens 1944 wurde Le Soir geschlossen und seine Mitarbeiter – darunter Hergé – der Kollaboration beschuldigt. Eine offizielle Untersuchung wurde eingeleitet, doch gegen Hergé wurden keine Anklagen erhoben, obwohl er wiederholt als Verräter und Kollaborateur beschuldigt wurde. Gemeinsam mit Raymond Leblanc gründete er 1946 die Zeitschrift Tim und Struppi, in der neue Abenteuer von Tim und Struppi als Fortsetzungsgeschichten erschienen. 1950 gründete er die Studios Hergé, deren Mitarbeiter Jacques Martin und Bob de Moor zu späteren Bänden beitrugen. Inmitten persönlicher Turbulenzen nach dem Scheitern seiner ersten Ehe schuf er Tim in Tibet, seinen persönlichen Favoriten. In späteren Jahren wurde er weniger produktiv und versuchte erfolglos, sich als abstrakter Künstler zu etablieren. Hergés Werke wurden weithin für ihre klare Zeichnung und sorgfältig recherchierten Handlungen gelobt und für Theater, Hörfunk, Fernsehen, Kino und Computerspiele adaptiert. Er übt bis heute einen starken Einfluss auf das Medium Comic aus, insbesondere in Europa, und 2009 wurde in Louvain-la-Neuve ein Hergé-Museum eröffnet.

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