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Sandro Botticelli

Italienischer Maler der Frührenaissance, bekannt für mythologische und religiöse Werke.

Sandro Botticelli (um 1445 – 17. Mai 1510), geboren als Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi, war ein italienischer Maler der Frührenaissance. Sein posthumer Ruf litt bis ins späte 19. Jahrhundert, als die Präraffaeliten eine Neubewertung seines Werks anregten; seither gelten seine Gemälde als Ausdruck der linearen Anmut der späten italienischen Gotik und der Frührenaissance, obwohl sie aus der zweiten Hälfte der italienischen Renaissance stammen.

born
c. 1444–1446, Florence
died
May 17, 1510, Florence
field
Painting
nationality
Italian
known_for
The Birth of Venus, Primavera, religious subjects, portraits

Lore & Background

Botticelli wurde in Florenz im Stadtteil Borgo Ognissanti als jüngstes von vier überlebenden Kindern des Gerbers Mariano di Vanni d'Amedeo Filipepi und Smeralda Filipepi geboren. Sein Vater wurde später Goldschläger, und Botticelli erhielt zunächst eine Ausbildung als Goldschmied. Der Spitzname ‚Botticelli‘, was ‚kleines Fass‘ bedeutet, rührte von der rundlichen Statur seines Bruders Giovanni her. Ab etwa 1461 oder 1462 war Botticelli Schüler von Fra Filippo Lippi und lernte, intime Kompositionen mit melancholischen Figuren und klaren Konturen zu schaffen. Vermutlich hatte er ab 1469 eine eigene Werkstatt, als er für eine Serie der Sieben Tugenden eine Tafel mit der Darstellung der Tapferkeit in Auftrag erhielt. 1472 nahm er seinen ersten Lehrling, Filippino Lippi, auf; die beiden arbeiteten oft zusammen.

Reader's Guide

Botticellis Karriere erstreckte sich über die zweite Hälfte der italienischen Renaissance, doch sein Stil wird oft als gotischer oder archaischer beschrieben im Vergleich zur Hochrenaissance. Seine bekanntesten Werke, Die Geburt der Venus und Der Frühling, beide in den Uffizien in Florenz, veranschaulichen seine mythologischen Themen. Er malte auch zahlreiche religiöse Werke, darunter Dutzende von Madonna-mit-Kind-Darstellungen, oft in Tondoform. Nur eines seiner Gemälde, die Mystische Geburt (1501), trägt ein Datum, doch Archivunterlagen ermöglichen es der Forschung, seine stilistische Entwicklung nachzuverfolgen. Die 1480er Jahre waren sein erfolgreichstes Jahrzehnt, in dem er große mythologische Gemälde und berühmte Madonnen schuf. In den 1490er Jahren wurde sein Stil persönlicher und manierierter und entfernte sich vom aufkommenden Hochrenaissance-Stil Leonardo da Vincis. Seine letzten Werke zeigen eine Rückkehr zu einem gotischeren oder ‚archaischen‘ Stil. Im späten 19. Jahrhundert von den Präraffaeliten wiederentdeckt, sicherten Botticellis lineare Anmut und melancholischen Figuren ihm seither einen festen Platz als Schlüsselfigur der Kunstgeschichte.

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