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Otto Dix

Deutscher Maler und Grafiker der Neuen Sachlichkeit.

Wilhelm Heinrich Otto Dix war ein deutscher Maler und Grafiker, bekannt für seine schonungslosen und hart realistischen Darstellungen der deutschen Gesellschaft während der Weimarer Republik und der Brutalität des Krieges. Zusammen mit George Grosz und Max Beckmann gilt er weithin als einer der bedeutendsten Künstler der Neuen Sachlichkeit.

born
2 December 1891
died
25 July 1969
field
Painter and printmaker
nationality
German
known_for
Ruthless and harshly realistic depictions of German society during the Weimar Republic and the brutality of war

Lore & Background

Otto Dix wurde in Untermhaus, Deutschland, heute ein Teil von Gera, Thüringen, geboren. Als ältester Sohn eines Eisenhüttenarbeiters und einer Näherin kam er früh durch seinen Cousin, den Maler Fritz Amann, mit Kunst in Berührung. Von 1906 bis 1910 machte er eine Lehre bei dem Maler Carl Senff und trat dann in die Kunstgewerbeschule in Dresden ein. Seine frühen Werke konzentrierten sich auf Landschaften und Porträts in einem stilisierten Realismus, der sich später zum Expressionismus wandelte.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, meldete sich Dix freiwillig zur deutschen Armee und diente als Unteroffizier in einer Maschinengewehreinheit an der Westfront, wo er an der Schlacht an der Somme teilnahm. Später diente er an der Ostfront und in Flandern und erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. Der Krieg prägte ihn tief; später schuf er eine Mappe mit fünfzig Radierungen mit dem Titel „Der Krieg“ (1924) und das „Kriegstriptychon“ (1929–1932). Nach dem Krieg studierte er in Dresden, war Mitbegründer der Dresdner Secession und lernte George Grosz kennen, wobei er dadaistisch beeinflusste Collagen in seine Werke einbezog.

Während der Weimarer Republik entwickelte Dix einen zunehmend realistischen Stil, bei dem er dünne Öllasuren über einer Tempera-Untermalung verwendete. Sein Gemälde „Der Schützengraben“ (1923) sorgte für einen solchen Aufruhr, dass das Wallraf-Richartz-Museum es hinter einem Vorhang versteckte. 1925 trug er zur Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ in Mannheim bei. Seine Werke stellten kritisch Prostitution, Gewalt, Alter und Tod dar. Die Nazis erklärten ihn zum „entarteten“ Künstler; 1933 wurde er von seiner Lehrtätigkeit entlassen, und seine Werke wurden 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zum Volkssturm eingezogen, von französischen Truppen gefangen genommen und im Februar 1946 freigelassen.

Reader's Guide

Otto Dix bleibt eine zentrale Figur der Neuen Sachlichkeit, bekannt für seine unerschütterliche Darstellung der deutschen Gesellschaft in der Weimarer Republik und der Schrecken des Krieges. Sein Werk bot zusammen mit dem von George Grosz und Max Beckmann eine hart realistische Kritik des zeitgenössischen Lebens, mit Schwerpunkt auf Themen wie Prostitution, Gewalt und die verstümmelten Veteranen des Ersten Weltkriegs. Sein Gemälde „Der Schützengraben“, beschrieben als „vielleicht das berühmteste Bild im Nachkriegseuropa ... ein Meisterwerk unsäglichen Grauens“, zeigt seine Fähigkeit, den Betrachter mit den brutalen Realitäten des Konflikts zu konfrontieren. Die Verfolgung durch das NS-Regime, das seine Kunst als „entartet“ brandmarkte und ihn von seiner Professur entfernte, unterstreicht die politische Kraft seiner Bildsprache. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte er sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland Anerkennung und erhielt Auszeichnungen wie das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Sein Vermächtnis lebt durch seine schonungslosen Darstellungen einer Gesellschaft im Umbruch weiter und beeinflusst spätere Künstlergenerationen und Historiker, die die Zwischenkriegszeit erforschen.

Did You Know?

Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„Auch der Krieg muss als eine natürliche Erscheinung angesehen werden.“ — Otto Dix „Läuse, Ratten, Stacheldraht, Flöhe, Granaten, Bomben, Höhlen, Leichen, Blut, Schnaps, Mäuse, Katzen, Gas, Artillerie, Dreck, Kugeln, Mörser, Feuer, Stahl: das ist der Krieg! Es ist alles das Werk des Teufels!“ — Otto Dix „Wenn ich schon nicht berühmt werden kann, will ich wenigstens berüchtigt sein.“ — Otto Dix „[Es hatte Spaß gemacht] inmitten von Langeweile und Elend zeichnen zu können...“ — Otto Dix

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