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Henri Bergson

Französischer Philosoph, der die Intuition über den abstrakten Rationalismus stellte.

Henri-Louis Bergson war ein französischer Philosoph, der insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die analytische und kontinentale Philosophie prägte. Er argumentierte, dass unmittelbare Erfahrung und Intuition für das Verständnis der Wirklichkeit bedeutender seien als abstrakter Rationalismus und Wissenschaft.

born
18 October 1859
died
4 January 1941
field
Philosophy
nationality
French
known_for
Processes of immediate experience and intuition over abstract rationalism

Lore & Background

Bergson wurde 1859 in Paris als Sohn eines polnisch-jüdischen Vaters und einer englisch-jüdischen Mutter geboren. Er besuchte das Lycée Fontanes in Paris, gewann 1877 einen Preis für die Lösung einer mathematischen Aufgabe und trat später in die École Normale Supérieure ein. 1881 erwarb er die Agrégation de philosophie und unterrichtete an Lyzeen in Angers und Clermont-Ferrand, bevor er 1889 mit der Dissertation Zeit und Freiheit promovierte.

Reader's Guide

Bergsons Bedeutung liegt in seiner Infragestellung der Vorherrschaft des abstrakten Rationalismus und der Wissenschaft, wobei er stattdessen Intuition und unmittelbare Erfahrung als Schlüssel zum Verständnis der Wirklichkeit befürwortete. Seine vier Hauptwerke – Zeit und Freiheit (1889), Materie und Gedächtnis (1896), Schöpferische Entwicklung (1907) und Die beiden Quellen der Moral und Religion (1932) – prägten sowohl die analytische als auch die kontinentale Philosophie. Mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur 1927 und des Großkreuzes der Ehrenlegion 1930 löste seine Popularität in Frankreich Kontroversen aus, da seine Ansichten als Gegensatz zur säkularen, wissenschaftlichen Haltung der Republik angesehen wurden. Sein Einfluss erwachte nach 1966 mit Gilles Deleuze' Le Bergsonisme wieder.

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Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„Henri-Louis Bergson (18. Oktober 1859 – 4. Januar 1941) war ein bedeutender französischer Philosoph, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einflussreich war. Er erhielt 1927 den Nobelpreis für Literatur.“ — Henri Bergson „Ich kann dem Einwand nicht entgehen, dass es keinen noch so einfachen Gemütszustand gibt, der sich nicht jeden Augenblick verändert.“ — Henri Bergson „Die Gegenwart enthält nichts mehr als die Vergangenheit, und was in der Wirkung zu finden ist, war bereits in der Ursache enthalten.“ — Henri Bergson „Schöpferische Entwicklung (1907), Kapitel I, übersetzt von Arthur Mitchell (1911), S. 14; im Original kursiv.“ — Henri Bergson

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