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Kurt Schwitters

Deutscher Künstler, der Collagen namens Merz-Bilder schuf.

Kurt Hermann Eduard Karl Julius Schwitters (20. Juni 1887 – 8. Januar 1948) war ein deutscher Künstler, bekannt für seine Collagen, die er „Merz-Bilder“ nannte. Er arbeitete in mehreren Genres und Medien, darunter Dadaismus, Konstruktivismus, Surrealismus, Poesie, Klangkunst, Malerei, Bildhauerei, Grafikdesign, Typografie und Installationskunst. Geboren in Hannover, lebte er ab 1937 im Exil.

born
20 June 1887, Hanover, Germany
died
8 January 1948
field
Art (Dadaism, constructivism, surrealism, poetry, sound, painting, sculpture, graphic design, typography, installation art)
nationality
German
known_for
Merz Pictures (collages)

Lore & Background

Kurt Schwitters wurde in Hannover als einziges Kind von Eduard Schwitters und Henriette Beckemeyer geboren. Sein Vater war Miteigentümer eines Damenbekleidungsgeschäfts, das 1898 verkauft wurde; mit dem Erlös wurden Mietobjekte erworben, die die Familie ernährten. 1901 hatte Schwitters seinen ersten epileptischen Anfall, der ihn bis spät in den Ersten Weltkrieg vom Militärdienst befreite. Von 1909 bis 1915 studierte er Kunst an der Dresdner Akademie zusammen mit Otto Dix und George Grosz, war sich jedoch offenbar weder ihrer Arbeit noch der zeitgenössischen Dresdner Künstlergruppe Die Brücke bewusst. Er kehrte nach Hannover zurück und begann seine Karriere als Postimpressionist, wobei er 1911 zum ersten Mal ausstellte. Während des Krieges verdüsterte sich sein Werk zum Expressionismus. 1915 heiratete er seine Cousine Helma Fischer; ihr erster Sohn starb 1916 innerhalb einer Woche nach der Geburt, und ihr zweiter Sohn Ernst wurde 1918 geboren. Im letzten anderthalb Jahre des Krieges arbeitete Schwitters als Zeichner in einer Fabrik außerhalb Hannovers – eine Erfahrung, die sein späteres Werk beeinflusste und ihn dazu inspirierte, Maschinen als Metaphern menschlichen Handelns darzustellen.

Reader's Guide

Schwitters‘ Bedeutung liegt in seiner Erfindung des Merz, einem Begriff, den er aus einem Fragment der Phrase „Commerz Und Privatbank“ in seinem Werk Das Merzbild (1918–1919) ableitete. Merz bestand darin, Collagen aus Fundstücken zu schaffen und Fragmenten einen kohärenten ästhetischen Sinn zu verleihen. Er stellte erstmals im Juni 1918 in der Galerie Der Sturm in Berlin aus, und sein Gedicht An Anna Blume wurde im August 1919 veröffentlicht. Obwohl er darum bat, dem Berliner Dada beizutreten, lehnte Richard Huelsenbeck laut Raoul Hausmann die Aufnahme aufgrund von Schwitters‘ Verbindungen zu Der Sturm und zum Expressionismus ab; jedoch deuten Belege darauf hin, dass Schwitters und Huelsenbeck zunächst freundschaftlich verbunden waren und Schwitters wahrscheinlich nie die Absicht hatte, beizutreten. Schwitters verwendete dadaistische Ideen und gab dadaistische Rezitationen in ganz Europa mit Theo van Doesburg, Tristan Tzara, Jean Arp und Raoul Hausmann. Sein Werk war eher mit dem abstrakten und performativen Fokus des Zürcher Dada ausgerichtet als mit der politischen Agitprop des Berliner Dada. Er blieb eng befreundet mit Hannah Höch und Hausmann. Sein Vermächtnis umfasst den Merzbau, eine große skulpturale Umgebung, die in seinem Elternhaus in Hannover begann, sowie seinen Einfluss auf spätere Collage- und Installationskunst.

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Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)

„In: ‚Merz Painting‘ (1919); zitiert in I is Style, Hrsg. Siegfried Gohr & Gunda Luyken, NAI Publishers, Rotterdam 2000, S. 91.“ – Kurt Schwitters „In: ‚Merz Painting‘ (1919); zitiert in I is Style, Hrsg. Siegfried Gohr & Gunda Luyken, NAI Publishers, Rotterdam 2000, S. 91.“ – Kurt Schwitters „In: ‚Merz. Für den Ararat geschrieben‘ (1920); zitiert in Kurt Schwitters, das literarische Werk, Hrsg. Friedhelm Lach, Dumont Köln, 1973–1981, Bd. 5, S. 77.“ – Kurt Schwitters „Schwitters (1921) in: Abstract Art, Anna Moszynska, Thames and Hudson, London 1990, S. 68–69.“ – Kurt Schwitters

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