H. R. Giger
Schweizer Künstler, der den biomechanischen Stil und den Alien erschuf.
Hans Ruedi Giger (5. Februar 1940 – 12. Mai 2014) war ein Schweizer Künstler, der vor allem für seine mit Airbrush erstellten Bilder bekannt ist, die menschliche Körper mit Maschinen verschmelzen – ein Kunststil, der als „biomechanisch“ bezeichnet wird. Er gehörte zum Spezialeffekt-Team, das für das visuelle Design von Ridley Scotts Science-Fiction-Horrorfilm Alien aus dem Jahr 1979 einen Oscar gewann, und war für die Erschaffung des Xenomorphs selbst verantwortlich. Seine Werke sind im H. R. Giger Museum in Gruyères, Schweiz, dauerhaft ausgestellt.
- born
- 5 February 1940, Chur, Graubünden, Switzerland
- died
- 12 May 2014, Zürich, Switzerland
- field
- Art, film design, interior design
- nationality
- Swiss
- known_for
- Biomechanical art style, design of the xenomorph in Alien
Lore & Background
Giger wurde 1940 in Chur, der Hauptstadt Graubündens, geboren. Sein Vater, ein Apotheker, betrachtete Kunst als „brotlosen Beruf“ und ermutigte ihn, Pharmazie zu studieren. 1962 zog er nach Zürich, wo er bis 1970 an der Schule für Gestaltung Architektur und Industriedesign studierte. Sein erster Erfolg stellte sich ein, als H. H. Kunz ab 1969 Gigers erste Plakate druckte und vertrieb.
Gigers Design für den Alien wurde von seinem Gemälde Necronom IV inspiriert und brachte ihm 1980 als Teil des Spezialeffekt-Teams einen Oscar ein. Seine Bildbände, insbesondere Necronomicon und Necronomicon II (1985), sowie die häufige Veröffentlichung seiner Kunst im Magazin Omni trugen zu seinem internationalen Durchbruch bei. 2013 wurde er in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame aufgenommen. Er schuf auch Kunstwerke für zahlreiche Musikalben, darunter Danzig III: How The Gods Kill, Brain Salad Surgery und Frankenchrist.
Giger hatte eine Beziehung mit der Schweizer Schauspielerin Li Tobler bis zu ihrem Selbstmord 1975; ihr Bild erscheint in vielen seiner Gemälde. 1979 heiratete er Mia Bonzanigo, die Scheidung erfolgte anderthalb Jahre später. Später lebte er mit seiner zweiten Frau, Carmen Maria Scheifele Giger, die das H. R. Giger Museum leitet. Giger starb am 12. Mai 2014 in einem Zürcher Krankenhaus an den Folgen von Verletzungen, die er bei einem Sturz erlitten hatte.
Reader's Guide
Gigers Bedeutung liegt in der Schaffung des biomechanischen Stils, einer unverwechselbaren surrealistischen Innovation, die menschliche Körper und Maschinen in kalten, miteinander verbundenen Beziehungen darstellt. Seine Arbeit an Alien definierte die visuelle Identität des Xenomorphs und brachte einen Oscar ein, wodurch Science-Fiction und Horror über Jahrzehnte beeinflusst wurden. Seine Kunst wurde für Albumcover, Möbel, Musikvideos und Videospiele adaptiert und hat weltweit Tätowierer und Fetischisten stark beeinflusst. Gigers permanentes Museum in Gruyères, Schweiz, beherbergt seine Werke, und seine Entwürfe für Giger-Bars in der Schweiz spiegeln seine ursprünglichen Konzepte wider. Sein Vermächtnis erstreckt sich bis in die Popkultur, mit Referenzen in Science-Fiction und Cyberpunk, und sein Einfluss auf Filmemacher, Musiker und Künstler bleibt beständig.
Did You Know?
- Gigers Design für den Alien wurde von seinem Gemälde Necronom IV inspiriert.
- Er wurde 2013 in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame aufgenommen.
- Giger erwarb 1998 das Schloss Saint-Germain in Gruyères, das heute das H.R. Giger Museum beherbergt.
- Sein Albumcover für Frankenchrist von den Dead Kennedys führte zu einem Obszönitätsprozess.
More in Artists & Composers
Elsewhere in the Historical Figures universe
Spotted an error? Know more?
This is a living reference — every entry is fact-audited, and reader corrections feed straight into our audit queue. Suggest an edit · See this site's audit record
