Francis Parkman
Amerikanischer Historiker der Kolonialgrenze und Gartenbaukundler.
Francis Parkman Jr. war ein amerikanischer Historiker, der vor allem für sein siebenbändiges Werk *Frankreich und England in Nordamerika* und sein Buch *Der Oregon Trail: Skizzen aus dem Prärie- und Rocky-Mountain-Leben* bekannt ist. Er war zudem ein führender Gartenbaukundler und kurzzeitig Professor für Gartenbau an der Harvard University. Parkman verfasste Essays gegen das gesetzliche Frauenwahlrecht, die noch nach seinem Tod verbreitet wurden.
- born
- September 16, 1823
- died
- November 8, 1893
- field
- History, horticulture
- nationality
- American
- known_for
- The Oregon Trail; France and England in North America; opposition to women's suffrage
Lore & Background
Parkman wurde in Boston, Massachusetts, in eine angesehene Familie geboren. Als kleiner Junge wurde er zu seinem Großvater mütterlicherseits auf ein 3.000 Acre großes Wildnisgebiet in Medford, Massachusetts, geschickt, wo er eine Liebe zu Wäldern entwickelte und das Jagen und Reiten ohne Sattel lernte. Mit 16 Jahren schrieb er sich am Harvard College ein und entwickelte im zweiten Studienjahr sein Lebenswerk. Nach seinem Abschluss 1844 studierte er auf Drängen seines Vaters Jura, verfolgte aber weiterhin seinen historischen Plan. 1846 reiste er auf einer Jagdexpedition nach Westen und lebte mit dem Sioux-Stamm, eine Erfahrung, die sein Schreiben über amerikanische Ureinwohner prägte.
Reader's Guide
Parkmans Werke werden weiterhin als historische Quellen und als Literatur geschätzt. 1855 wurde er zum Fellow der American Academy of Arts and Sciences und 1865 zum Mitglied der American Antiquarian Society gewählt. Nach dem Bürgerkrieg half er, konföderierte Drucke für das Boston Athenæum zu sichern und schuf eine der umfangreichsten Sammlungen der Welt. Die Society for American Historians verleiht jährlich den Francis Parkman Prize für das beste Buch zur amerikanischen Geschichte. Sein Werk wurde von Historikern wie C. Vann Woodward, Allan Nevins und Samuel Eliot Morison gelobt, aber auch wegen Voreingenommenheit gegenüber amerikanischen Ureinwohnern, Frankreich und Frauen kritisiert. Parkmans Essay gegen das Frauenwahlrecht war jahrzehntelang ein Bestseller und wurde von Anti-Wahlrechts-Gruppen noch lange nach seinem Tod genutzt.
Did You Know?
- Parkman litt unter einer lähmenden neurologischen Erkrankung, die ihn für lange Zeit praktisch blind machte und ihn zwang, einen Großteil seiner Schriften zu diktieren.
- Von 1858 bis zu seinem Tod 1893 war er Treuhänder des Boston Athenæum.
- Parkman baute ein Haus in der 50 Chestnut Street auf Beacon Hill in Boston, das zu einem National Historic Landmark wurde.
- Der United States Postal Service ehrte Parkman 1967 mit einer 3-Cent-Briefmarke der Serie „Prominent Americans“.
Bemerkenswerte Zitate (Wikiquote)
„Mitte des 16. Jahrhunderts war Spanien der Albtraum Europas. Düster und unheilvoll kühlte sie die Welt mit ihrem verderblichen Schatten.“ — Francis Parkman „Amerika war noch ein Land des Staunens. Der uralte Zauber hing noch ungebrochen über der wilden, weiten Welt des Mysteriums jenseits des Meeres – ein Land der Romantik, des Abenteuers und des Goldes.“ — Francis Parkman „Teil II, Kap. 2 La Roche. Champlain. De Monts.“ — Francis Parkman „Menschlichkeit, Moral, Anstand mochten vergessen sein, aber Kabeljau musste für die Gläubigen in der Fastenzeit und an Fasttagen noch vorhanden sein.“ — Francis Parkman
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