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Elizabeth Longford

Englische Historikerin, bekannt für Biografien über Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts.

Elizabeth Pakenham, Countess of Longford (geborene Harman; 30. August 1906 – 23. Oktober 2002), besser bekannt als Elizabeth Longford, war eine englische Historikerin. Sie war Mitglied der Royal Society of Literature und gehörte dem Kuratorium der National Portrait Gallery in London an. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Biografien über Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, darunter Königin Victoria, Lord Byron und den Herzog von Wellington.

born
30 August 1906, 108 Harley Street, Marylebone, London
died
23 October 2002, Bernhurst, Hurst Green, East Sussex
field
History, biography
nationality
English
known_for
Biographies of Queen Victoria, Lord Byron, and the Duke of Wellington

Lore & Background

Elizabeth Harman wurde am 30. August 1906 in der Harley Street 108 in Marylebone, London, als Tochter des Augenarztes Nathaniel Bishop Harman geboren. Sie besuchte die Francis Holland School und die Headington School und studierte am Lady Margaret Hall in Oxford. Von der New York Times als ‚fähig, redegewandt und schön‘ beschrieben, wurde sie ‚die Zuleika Dobson ihrer Zeit genannt, bei der sich Studenten und sogar Dozenten darum rissen, sich in sie zu verlieben‘. Am 3. November 1931 heiratete sie Frank Pakenham, den späteren 7. Earl of Longford, der im August 2001 starb. Der Nachruf der BBC beschrieb die Ehe als ‚berühmt harmonisch‘. Sie und ihr Ehemann waren beide überzeugte römisch-katholische Konvertiten – Lady Longford war unitarisch erzogen worden – und leidenschaftliche Sozialreformer. Sie hatten acht Kinder, darunter die Schriftstellerinnen Lady Antonia Fraser, Lady Rachel Billington und Judith Kazantzis sowie Thomas Pakenham, der seinem Vater als Earl of Longford nachfolgte. Ihr Bruder John B. Harman war Arzt; seine Tochter ist die Labour-Politikerin Harriet Harman. Lady Longford war eine Großnichte des Politikers Joseph Chamberlain und eine Cousine ersten Grades (einmal entfernt) des britischen Premierministers Neville Chamberlain.

Reader's Guide

Elizabeth Longford unternahm mehrere erfolglose Versuche, als Labour-Abgeordnete ins Unterhaus gewählt zu werden. Sie kandidierte 1935 in Cheltenham und 1950 in Oxford und bewarb sich um die Nominierung in Birmingham King's Norton, bis zu ihrer sechsten Schwangerschaft im Jahr 1944. Für ihre historische Arbeit erhielt sie den James Tait Black Memorial Prize für ‚Victoria R.I.‘ (1964). Sie schrieb zweibändige Biografien über den Herzog von Wellington (‚Wellington: The Years of the Sword‘, 1969; ‚Wellington: Pillar of State‘, 1972) und eine Biografie über Lord Byron (1976). Zu ihren weiteren Veröffentlichungen gehören ‚The Royal House of Windsor‘, ‚Winston Churchill‘, ‚Eminent Victorian Women‘ und ihre Memoiren ‚The Pebbled Shore‘. Ihre Bedeutung liegt in ihren zugänglichen und dennoch wissenschaftlichen Biografien, die Persönlichkeiten des britischen 19. Jahrhunderts einem breiten Leserkreis nahebrachten, sowie in ihrer Rolle als prominente Historikerin in einer literarischen Familie. Ihr Vermächtnis ist das einer angesehenen Biografin und öffentlichen Intellektuellen.

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