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James Heckman

US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger, bekannt für die Heckman-Korrektur.

James Joseph Heckman (* 19. April 1944) ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger. Er ist Henry Schultz Distinguished Service Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Chicago. Bekannt ist er vor allem für seine bahnbrechenden Arbeiten in der Ökonometrie und Mikroökonomie, insbesondere seine Beiträge zur Analyse von Selektionsverzerrungen und Selbstselektion, einschließlich der Heckman-Korrektur, für die er im Jahr 2000 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt.

born
April 19, 1944
field
Economics
nationality
American
known_for
Heckman correction, selection bias, labor economics, early childhood education research

Lore & Background

Heckman wurde als Sohn von John Jacob Heckman und Bernice Irene Medley in Chicago, Illinois, geboren. 1965 erwarb er seinen B.A. in Mathematik am Colorado College und 1971 seinen Ph.D. in Volkswirtschaftslehre an der Princeton University unter der Betreuung von Stanley W. Black. Er war Assistenzprofessor an der Columbia University, bevor er 1973 an die University of Chicago wechselte. Er hat über 70 Doktoranden betreut, darunter Carolyn Heinrich, George Borjas und Russ Roberts.

Heckman ist bekannt für seine Beiträge zur Analyse von Selektionsverzerrungen und Selbstselektion, insbesondere die Heckman-Korrektur, für die er den Nobelpreis erhielt. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung einer wissenschaftlichen Grundlage für die Bewertung der Wirtschaftspolitik, wobei er Heterogenität und unbeobachtbare kontrafaktische Zustände betont. Er wies einen starken kausalen Effekt des Civil Rights Act von 1964 auf die wirtschaftliche Entwicklung der Afroamerikaner nach und zeigte, dass die Schulabbrecherquote in den USA steigt. Außerdem fand er heraus, dass Gewissenhaftigkeit und nicht der IQ ein entscheidender Faktor für finanziellen Erfolg ist.

Heckman gründete und leitet das Center for the Economics of Human Development (CEHD) an der University of Chicago, zu dem Initiativen wie die Human Capital and Economic Opportunity Global Working Group und das Pritzker Consortium on Early Childhood Development gehören. Er hat über 300 Artikel und mehrere Bücher veröffentlicht, darunter „The Myth of Achievement Tests: The GED and the Role of Character in American Life“. Er ist Mitglied der National Academy of Sciences und der American Philosophical Society.

Reader's Guide

Die Bedeutung von James Heckman liegt in seinen transformativen Beiträgen zur Ökonometrie und Arbeitsökonomie. Seine Entwicklung der Heckman-Korrektur lieferte eine rigorose Methode zur Behandlung von Selektionsverzerrungen in der quantitativen Sozialwissenschaft und verbesserte grundlegend die Validität empirischer Forschung. Diese Arbeit brachte ihm im Jahr 2000 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ein, den er sich mit Daniel McFadden teilte. Seine empirische Forschung zu Programmen der frühkindlichen Bildung hat politische Debatten geprägt, indem sie die langfristigen wirtschaftlichen Vorteile von Investitionen in die frühe menschliche Entwicklung aufzeigte. Heckmans Analyse des GED-Zertifikats offenbarte dessen Grenzen und beeinflusste die Bildungspolitik. Seine Arbeit zum Civil Rights Act von 1964 lieferte Belege für dessen positive wirtschaftliche Auswirkungen auf Afroamerikaner. Stand Juni 2024 wird er von RePEc als der dritteinflussreichste Wirtschaftswissenschaftler der Welt eingestuft. Sein Vermächtnis umfasst nicht nur methodische Innovationen, sondern auch praktische Erkenntnisse über Ungleichheit, Kompetenzbildung und die Ökonomie der menschlichen Entwicklung, was ihn zu einer zentralen Figur des modernen wirtschaftlichen Denkens macht.

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