Daniel McFadden
Nobelpreisträger und Ökonometriker, der die Analyse diskreter Entscheidungen voranbrachte.
Daniel Little McFadden ist ein US-amerikanischer Ökonometriker, der sich 2000 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften mit James Heckman für die Entwicklung von Theorie und Methoden zur Analyse diskreter Entscheidungen teilte. Er ist Presidential Professor of Health Economics an der University of Southern California und Professor der Graduate School an der University of California, Berkeley.
- born
- July 29, 1937, in Raleigh, North Carolina
- field
- Econometrics, Behavioral Science (Economics)
- nationality
- American
- known_for
- Development of theory and methods for analyzing discrete choice; conditional logit analysis
Lore & Background
McFadden wurde am 29. Juli 1937 in Raleigh, North Carolina, geboren. Er besuchte die University of Minnesota, wo er 1962 einen B.S. in Physik und einen Ph.D. in Verhaltenswissenschaft (Wirtschaftswissenschaften) erhielt. Sein Doktorvater war Leonid Hurwicz, der später 2007 den Wirtschaftsnobelpreis gewann. 1964 trat McFadden der Fakultät der University of California, Berkeley, bei und konzentrierte seine Forschung auf Entscheidungsverhalten und das Problem der Verknüpfung von Wirtschaftstheorie und Messung. 1974 führte er die konditionale Logit-Analyse ein. 1975 gewann er die John-Bates-Clark-Medaille. 1977 wechselte er an das Massachusetts Institute of Technology. 1981 wurde er in die National Academy of Sciences gewählt. 1991 kehrte er nach Berkeley zurück und gründete das Econometrics Laboratory, das sich der statistischen Berechnung für wirtschaftswissenschaftliche Anwendungen widmet. Er ist Treuhänder von Economists for Peace and Security. 2020 gewann er den Erwin-Plein-Nemmers-Preis für Wirtschaftswissenschaften und wurde 2006 in die American Philosophical Society gewählt. Im Januar 2011 wurde McFadden zum Presidential Professor of Health Economics an der University of Southern California ernannt, was eine gemeinsame Berufung im Department of Economics und der Price School of Public Policy beinhaltet.
Reader's Guide
Daniel McFaddens Bedeutung liegt in seinen grundlegenden Beiträgen zur Analyse diskreter Entscheidungen, für die er 2000 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Seine Einführung der konditionalen Logit-Analyse im Jahr 1974 lieferte einen rigorosen Rahmen für die Modellierung von Entscheidungsprozessen, wenn Individuen zwischen einer endlichen Menge von Alternativen wählen, wie etwa Verkehrsmitteln oder Konsummarken. Diese Arbeit verband Wirtschaftstheorie mit empirischer Messung und beeinflusste Bereiche von der Verkehrsökonomie über das Marketing bis zur Gesundheitsökonomie. McFaddens Karriere umfasst wichtige akademische Positionen an der University of California, Berkeley, und dem Massachusetts Institute of Technology sowie die Gründung des Econometrics Laboratory in Berkeley. Seine Auszeichnungen, darunter die John-Bates-Clark-Medaille und die Wahl in die National Academy of Sciences, unterstreichen seinen nachhaltigen Einfluss auf die Ökonometrie. Im Jahr 2024 gehörte er zu 16 Nobelpreisträgern, die einen offenen Brief unterzeichneten, in dem argumentiert wurde, dass Donald Trumps Fiskal- und Handelspolitik sowie Bemühungen, die Unabhängigkeit der Federal Reserve einzuschränken, die US-Inflation neu entfachen würden.
Did You Know?
- McFadden teilte sich 2000 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften mit James Heckman.
- Sein Doktorvater an der University of Minnesota war Leonid Hurwicz, der 2007 den Wirtschaftsnobelpreis gewann.
- Er führte 1974 die konditionale Logit-Analyse ein.
- Im Juni 2024 gehörte er zu 16 Nobelpreisträgern, die einen offenen Brief über Donald Trumps Wirtschaftspolitik unterzeichneten.
More in Scientists & Inventors (2)
Elsewhere in the Historical Figures universe
Spotted an error? Know more?
This is a living reference — every entry is fact-audited, and reader corrections feed straight into our audit queue. Suggest an edit · See this site's audit record
